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11.12.2017 | (rsn) - Seit einer Woche ist Marcel Kittel mit seinem neuen Team Katusha-Alpecin im Trainingslager auf Mallorca. Obwohl die mit schweizerischer Lizenz fahrende Equipe in einer "Wohlfühl-Oase“ untergebracht ist, wird jeden Tag hart gearbeitet. Wie es ihm gefällt, verriet der neue Team-Kapitän in einem Pressegespräch.
Wie waren die ersten Tage im neuen Team? Â
Marcel Kittel: Wir haben viel trainiert und auch sonst vieles gemacht, wie Meetings und das Kennenlernen. Ich bin happy und fühl mich super.
Wie sehr lastet der Druck auf Ihnen, für Katusha-Alpecin die ersehnten Erfolge einzufahren?
Kittel: Ich konzentriere mich jetzt auf mein Training und das neue Team. Ich gehe mit einem gewissen Selbstvertrauen in die neue Saison, weil wir uns innerhalb von fünf, sechs Tagen schon als Gruppe sehr gefunden haben. Das ist die halbe Miete. Wir gehen aber nicht davon aus, dass wir sofort durchstarten und alles abräumen. Es darf auch auch mal was schiefgehen. Diesen Spielraum lasse ich uns als Team. Für uns alle ist natürlich klar, dass wir erfolgreich fahren wollen.
Warum wechselten Sie zu Katusha-Alpecin?
Kittel: Die Kombination mit Canyon und Alpecin ist super cool. Für mich ist es eine tolle Sache, auch auf einem deutschen Rahmen zu fahren und mit dem Hersteller zusammenzuarbeiten. Es ist ein bisschen bequemer, sich in deutscher Sprache unterhalten zu können. Da ist einfach ein anderer Schwung dring. Das fetzt!
Was hat sich für Sie schon verändert?
Kittel: Erstmal ging es nach dem Radherstellerwechsel darum, meine Position zu finden. Wir haben verschiedene Lenker ausprobiert, die Sättel getestet. Außerdem haben wir überlegt, ob ich Scheiben- oder Felgenbremse fahre.
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Wie fiel die Entscheidung aus?
Kittel: Ich werde beide verwenden. Ich möchte schon gerne mit der Scheibe starten, weil es für mich sehr gut zum Canyon-Rad und der Sram-Schaltung passt. Der Vorteil der Scheibe ist die Zuverlässigkeit. Zusammen mit Sram gibt es auch noch einmal ein anderes Gefühl als bei meinem vorherigen Bremsenhersteller. Das ist für mich eine Verbesserung. Dennoch ist Felgenbremse, besonders bei einer Bergankunft, ein wichtiges Thema. Sie wiegt einfach ein paar Gramm weniger.
Wie wird Ihr neuer Sprintzug aussehen?
Kittel: Ich möchte erstmal keine Experimente machen und die Truppe mit Rick Zabel, Nils Politt, Marco Haller und Tony Martin beibehalten. Damit fangen wir an. Wir müssen das Gefühl für einander bekommen. Wir haben aber auch viele andere gute Fahrer im Team, die hart sprinten können. Wir müssen uns nur noch als Gruppe finden.
Wer wird Ihr Anfahrer?
Kittel: Rick und Marco sind sehr ähnliche Fahrer. Vielleicht hat Marco mehr Explosivität, aber Rick hat mehr Durchhaltevermögen. Das alles unter Vorbehalt. Wir müssen erst mal schauen, wie es läuft. Ich denke, beide bringen auch nicht dieses Ego mit, 'Ich muss jetzt der erste sein'. Für ein Team ist wichtig, dass man seine Rollen auch tauschen kann.
Wie wollen Sie das Team führen?
Kittel: Ich versuche meinen Stil, meine Art nicht zu verändern. Ich will nichts wahnsinnig Neues ausprobieren, sondern versuchen, im Team und in der Gruppe rüberzubringen, wer ich bin. Ich möchte, dass wir als Team auftreten. Das heißt für mich nicht, dass einer ständig ansagt, sondern, dass wir uns als Gruppe gegenseitig unterstützen. Aber ich habe nicht das Gefühl, dass ich diese Mentalität hier einpflanzen muss. Die ist einfach schon da. Gegenseitiger Support ist wichtig und macht dann auch im Rennen den Unterschied.
Was war das Erfolgsgeheimnis von Quick-Step?
Kittel: Wir hatten immer einen Plan. Und wir hatten fast immer zwei Rennfahrer im Team, die den Plan umsetzen und am Ende den Sieg holen konnten. Es war eine unheimlich starke Mannschaft, die sich aber trotzdem nicht zu fein war, für einander zu fahren. Die Situation ist jetzt nicht ganz die gleiche, aber dennoch ist der "Spirit“ schon da.
Können Sie sich selbst noch steigern?
Kittel: Ich denke, meine Limits sind bekannt. Bergankünfte habe ich schon abgehakt. Es sind nur kleine Sachen, aber im Großen und Ganzen werde ich keine zehn Prozent mehr rausholen. Ich bin endschnell. Daran werde ich weiter arbeiten.
Sie haben jetzt einen neuen Trainer?
Kittel: Ich arbeite bei Katusha mit Robert Pawlowski zuammen. Das ist auch wichtig, weil ein neuer Trainer immer mal wieder einen neuen Input und neues Know-how bringt. Es gibt ja immer wieder neue Studien im Sport- und Trainingsbereich. Da probieren wir auch immer wieder was aus. Deswegen bin ich über den Wechsel sehr froh. Ansonsten geht die größte Verbesserung immer über die Mannschaft.
Erwarten Sie neue Sprinter als Gegner?
Kittel: Im Moment haben wir eine unglaubliche Breite an Sprintern. Ich habe keinen neuen Namen mehr gehört und ich denke, es wird bei den Altbekannten bleiben. Gaviria wird bei der Tour dabei sein. Wenn wir von den Toursprintern ausgehen, kommt er also noch dazu. Ansonsten wüsste ich nicht, dass es da noch eine Überraschung geben könnte.
Welche Veränderungen erwarten Sie durch die reduzierten Teamgrößen um je einen Fahrer?
Kittel: Die Sprinter-Mannschaften sind nun etwas mehr gefordert, zusammen zu arbeiten, um den Sprint möglich zu machen, da es weniger Leute gibt, die die Nachfahrarbeit machen können. Ansonsten wird kein wesentlicher Unterschied entstehen. Man kann vielleicht sagen, dass es eher noch langweiliger wird, weil mit einem Fahrer weniger im Team keiner den Ausreißern mehr als drei Minuten zustehen wird.
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Gelb und Grün bei der Tour - sind das Ziele?
Kittel: Gelb ist auf jeden Fall eine Chance bei der ersten Tour-Etappe. An Grün gehe ich mit dem gleichen Plan wie zuletzt. Ich starte und schaue, wie es läuft. Man weiß erst nach einer Woche oder zehn Tagen, wo man steht. Dafür ist ja dieses Jahr das beste Beispiel gewesen. Ich habe immer gesagt, dass das Grüne Trikot für mich kein Hauptziel ist, sondern etwas, dass sich über die Tour in den ersten anderthalb Wochen entwickelt. Ich werde mich am Anfang immer ins Zeug legen, um die Punkte durch Etappensiege und auch durch Sprints zu sammeln. Aber die Punktewertung favorisiert momentan einfache keinen puren Sprinter, sondern Allrounder. Zum Beispiel hätte ich dieses Jahr sechs Etappen gewinnen müssen, um das Grüne Trikot zu gewinnen. Und dabei war der Top-Allrounder (Peter Sagan, d.Red.) war raus. Man muss einfach realistisch sein. Es ist sehr sehr schwer, aber ich gebe auch nicht auf und freue mich jedes Jahr, es wieder probieren.
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