Lombardei: An der Muro am Maximum

Gogl: “Da hat es vielen die Schuhe ausgezogen“

Von Peter Maurer

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Michael Gogl (Trek-Segafredo) | Foto: Reinhard Eisenbauer

15.10.2018  |  (rsn) - Auf Platz 59 beendete der Oberösterreicher Michael Gogl bei der Lombardei-Rundfahrt seine Radsportsaison 2018. An der Seite von Landsmann Sebastian Schönberger (Willier-Triestina) überquerte der Profi aus dem Team Trek-Segafredo die Ziellinie in Como mit einem Rückstand von über zehn Minuten auf den Sieger Thibaut Pinot (Groupama-FDJ). Der Wolfsegger stellte sich an seinem 70. Einsatztag in dieser Saison voll in den Dienst der US-amerikanischen Mannschaft.

Bis knapp 50 Kilometer vor dem Ziel konnte Gogl seinem Kapitän Bauke Mollema helfen. An der gefürchteten Mauer von Sormano musste Gogl aber die Bergspezialisten ziehen lassen. Der schwere Anstieg war schon in den 1960er Jahren Teil der Lombardei Rundfahrt. 2012 wurde er wieder in das Rennen eingegliedert und folgt direkt auf die Madonna Del Ghisallo.

Auch 2018 war die Muro, wie sie von den Radsportlern genannt wird, wieder vorentscheidend im Rennen. Hier attackierten der Pinot, Vincenzo Nibali (Bahrain-Merida) sowie der Slowene Primoz Roglic (LottoNL-Jumbo). Maximal 25% steil ist der 6,7 Kilometer lange Anstieg, wobei die schlimmsten Abschnitte   sich im oberen Teil befinden.

"Genau die Steilheit stellt die größte Herausforderung dar. Am Ende sind dann nur die Bergfahrer übriggeblieben. Und vor allem nur die, die auch gut in Form sind. Da hat es viele die Schuhe ausgezogen", erzählte Gogl gegenüber radsport-news.at: "Im Prinzip ist dann die Weltklasse weggefahren. Man spekuliert zwar immer, dass man doch noch irgendwie mit den besten über den Berg kommt, aber ich habe meine Werte gesehen und das ist absolut das Maximum dessen, was ich rausholen konnte. Als Athlet in der Kategorie 70 Kilogramm und mehr hat man dann keinen Auftrag mehr."

Bis zu diesem Zeitpunkt versuchte der 24-Jährige seinen Teamkollegen Mollema zu unterstützen. Doch der Niederländer erwischte in Norditalien auch nicht seinen besten Tag und beendete seinen Tag auf 64 sogar hinter Gogl: "Er hat es nicht auf die Straße gebracht, was er draufhatte. Das passiert nun mal im Straßenradsport und die Lombardei Rundfahrt ist der falsche Ort dafür, wenn du keine 100 Prozent abrufen kannst."

Für den Oberösterreicher ist nun nach 10.670 Rennkilometern die Saison beendet, welche für ihn schon Ende Jänner in Mallorca begann: "Ich freue mich jetzt auf die Pause, damit ich meine Speicher wieder auffüllen kann. Zum Glück geht es heuer mal verletzungsfrei in den Winter und irgendwie blicke ich auch schon wieder auf die Vorbereitung für 2019", sagte Gogl.

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