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16.07.2021 | (rsn) – Tour-Debütant Jonas Rutsch (EF Education - Nippo) bietet sich am drittletzten Tag noch eine letzte Chance auf ein Erfolgserlebnis aus einer Ausreißergruppe heraus. Auf den 207 Kilometern von Mourenx nach Libourne wird es den Sprinterteams voraussichtlich nicht leicht fallen, eine entschlossene Fluchtgruppe wieder zurückzuholen.
“Heute muss ich mal schauen, was das Peloton vorhat. Wenn was geht, werde ich versuchen da zu sein. Wir fahren heute richtig Radrennen. Ich habe jedenfalls definitiv Interesse an der Gruppe“, kündigte der 23-jährige Erbacher gegenüber radsport-news.com an und zog auch schon ein erstes Fazit von seiner Premiere beim schwersten Radrennen der Welt. “Ich bin zufrieden mit meiner Tour. Noch sind wir nicht in Paris, aber die Berge sind rum, darauf haben wir gestern eine Portion extra gegessen. Ich freue mich schon auf Paris. Wir fahren jetzt nochmal drei ordentliche Radrennen und dann haben wir alles geschafft.“
Ein Wermutstropfen ist nur der gestrige Einbruch von Kapitän Rigoberto Uran, der am Tourmalet bereits abgehängt wurde, rund neun Minuten nach Etappensieger Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) in Luz Ardiden das Ziel erreichte und im Gesamtklassement vom vierten auf den zehnten Platz zurückfiel - und das obwohl er mehrere Tage lang sogar auf Rang zwei geführt worden war.
“Rigoberto ist auch nur ein Mensch und es ist menschlich, auch mal einen schlechten Tag zu haben. Er hat seine Hausaufgabe gemacht, er hat alles gegeben. Natürlich hatten wir uns etwas Anderes erhofft. Aber das ist kein Grund, den Kopf hängen zu lassen““, sagte Rutsch. “Da treten wir als Team auf, genauso wie wir als Team auftreten, wenn wir erfolgreich sind“, fügte er an.
Der erfolgreiche Auftritt von EF Education, das wie 14 andere Teams allerdings noch keinen Etappensieg feiern konnte, wird auch durch den zweiten Platz in der Mannschaftswertung dokumentiert. “Fesseln hatten wir sowieso nicht. Ich habe es super genossen, für Rigo meinen Job zu machen“, sagte Rutsch, der auch in den Bergen lange bei seinem Kapitän blieb und auf der Ventoux-Etappe sogar bester deutscher Fahrer war.
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