Zwei Jahre nach umstrittener positiver Dopingprobe

Aerts kehrt bei Deschacht in den Cross-Zirkus zurück

Von Kevin Kempf

Foto zu dem Text "Aerts kehrt bei Deschacht in den Cross-Zirkus zurück"
Toon Aerts war nicht nur Europa-, sondern auch Belgischer Meister | Foto: Cor Vos

20.12.2023  |  (rsn) – Die Spatzen pfiffen es seit einiger Zeit von den Dächern und nun ist es offiziell: Nach Ablauf seiner zweijährigen Dopingsperre kehrt Toon Aerts ab dem 16. Februar 2014 bei Deschacht – Hens – Maes in den Crosszirkus zurück. Der Flame unterschrieb einen Zweijahresvertrag. Am 19. Januar 2022 wurden bei ihm im Rahmen einer Trainingskontrolle Metabolite von Letrozol gefunden. Er beteuerte seine Unschuld und sein Prozess zog sich bis in den August dieses Jahres hin.

Da sein damaliges Team Baloise Trek – Lions den Vertrag des ehemaligen Weltranglistenersten nicht verlängerte, musste er sich für sein Comeback ein neues Team suchen. Dies ist nun Deschacht geworden. Die kleine belgische Mannschaft glaubt an die Unschuld seines neuen Stars. "Es steht übrigens auch deutlich in den Urteilen, dass die Benutzung nicht-absichtlich erfolgte. Das zeigt die wirkliche Art dieses Falles und da liegt der Grund, warum niemand Beschwerden gegen diese Verpflichtung hat", erklärte Bart Verschueren, Sportlicher Leiter bei Deschacht, im Gespräch mit wielerflits.

An der Seite von unter anderem Corné van Kessel, Daan Soete und Anton Ferdinande wird der 30-Jährige einen Tag nach Ablauf seiner Sperre am 17. Februar beim Exact Cross in Sint-Niklaas wieder ins Renngeschehen einsteigen. Tags drauf hat er beim X2O-Rennen in Brüssel eine zweite Chance, sich zu zeigen. Die dritte und letzte Gelegenheit, bevor es für die Crosser in die Sommerpause geht, steht eine Woche später beim Sluitingsprijs in Oostmalle an.

Verschueren äußerte sich über den eingeschränkten Rennkalender seines neuen Schützlings. "Es ist unmöglich vorherzusagen, was dabei rumkommen wird. Es wird sicherlich stressig für ihn werden und zu einem großen Maß an medialer Aufmerksamkeit kommen", sagte der Belgier voraus. Über die Leistungsfähigkeit des ehemaligen Europameisters machte er sich keine Sorgen: "Wir haben seine Trainingswerte gesehen. Die sehen momentan gut aus. Insofern habe ich Vertrauen, was seine Zukunft angeht. Ergebnisse erwarte ich aber erst nächste Saison. Dann sind wir enorm ambitioniert und hoffen, dass Toon auf dem gleichen Niveau wie vor seiner Sperre fahren kann."

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