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Brands Balkentraining nicht effektiv genug

Van Empel springt beim Weltcup in Antwerpen zum elften Sieg

Von Kevin Kempf

Foto zu dem Text "Van Empel springt beim Weltcup in Antwerpen zum elften Sieg"
Weltmeisterin Fem van Empel (Jumbo - Visma, vorne) war am Sint-Annastrand von Antwerpen stärker als Lucinda Brand (Baloise - Trek Lions, hinten). | Foto: Cor Vos

23.12.2023  |  (rsn) – Fem van Empel (Jumbo – Visma) bleibt unschlagbar. Beim Weltcup in Antwerpen feierte die Weltmeisterin ihren elften Sieg beim elften Saisoneinsatz. Im Gegensatz zu den meisten anderen Wettkämpfen dieses Herbsts hatte sie dieses Mal allerdings eine echte Gegnerin. Lucinda Brand (Baloise – Trek Lions) musste sich erst nach einem Fahrfehler im Sand geschlagen geben. Dritte wurde Puck Pieterse (Alpecin – Deceuninck) vor ihrer Teamkollegin Ceylin del Carmen Alvarado, die ihre Weltcupführung verteidigte. Als Fünfte kam Laura Verdonschot (De Ceuster – Bonache) ins Ziel.

"Schön, dass es ein Duell gab", befand van Empel am Mikrofon des niederländischen Radsportportals Wielerflits. Diese Meinung teilte sie mit den Zuschauern, die endlich ein spannendes Frauenrennen erleben konnten. Obwohl die Entscheidung beim Scheldecross im Sand fiel, wurde nach dem Wettkampf vor allem über die Balken gesprochen.

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"Die lagen an einer günstigen Stelle für die, die springen konnten. Ich habe das letzten Mittwoch im Training erstmals wirklich geübt. Heute war das erste Mal diese Saison, dass ich gesprungen bin", erzählte die Weltmeisterin. "Ich freue mich, dass das den Unterschied gemacht hat", fügte sie an. Mehrmals hatte sie Brand an den Hindernissen unter Druck gesetzt.

Brand konnte ihre kleinen Rückstände mehrmals bereinigen und musste erst im letzten Renndrittel passen, als sie im Sand steckenblieb. "Wir waren ungefähr auf einem Niveau. Fem konnte den Unterschied heute an den Balken machen", resümierte sie. Auch sie hatte das Springen geübt, allerdings mit weniger Erfolg als ihre junge Landsfrau. "Ich trainiere das, leider geht das Erlernen einer Technik nicht immer so schnell, wie man das gern hätte", lachte die 34-Jährige, die mit ihrer Form nach wegen einer Verletzung sehr spätem Start in die Saison sehr zufrieden war. "Ich werde immer besser. Wenn ich mir meine Trainingswerte ansehe, bin ich fast wieder auf meinem alten Niveau", urteilte Brand.

Beste Deutsche wurde Elisabeth Brandau (EBE Racing), die nach einem sehr schlechten Start auf Position 42 vorfuhr. Die einzige Österreicherin, Nadja Heigl (KTM Alchemist – Brenta Brakes), wurde als 37. gewertet. Zina Barhoumi kam auf den 44. Platz. Die Luxemburgerin Marie Schreiber (SD Worx) konnte als Achte zum 13. Mal bei 16 Saisonstarts in die Top Ten vorfahren.

Im Weltcup behauptete Alvarado die Spitzenposition. Sie liegt 67 Punkte vor Brand und derer 96 vor der Tageselften Manon Bakker (Crelan – Corendon). Der zehnte Lauf der Serie findet am 26. Dezember in Gavere statt.

So lief der Weltcup in Antwerpen:

Schon am Start kamen Brand und van Empel am besten weg. Als Schreiber dann an dritter Position liegend nach fast vier Minuten einen Fehler machte und vom Rad musste, lösten sich die beiden Niederländerinnen vom geschlossenen Feld. Die erste Zielpassage erreichten sie sieben Sekunden vor Alvarado, Pieterse und Inge van der Heijden (Crelan – Corendon), die alles daran setzten, die Lücke schnell zu schließen, ohne dabei allerdings Erfolg zu haben.

Eine Runde später war der Rückstand des Trios auf elf Sekunden angewachsen. Dann setzte sich Pieterse ab und näherte sich den beiden Spitzenreiterinnen immer weiter. Im vierten von sechs Umläufen schaffte sie den Anschluss an ihre Landsfrauen. Alvarado hatte van der Heijden abgeschüttelt und folgte nur noch wenige Sekunden hinter den besten Drei. Ihr gelang der Sprung aber nicht. Van Empel setzte vorn ihre beiden Kontrahentinnen nun unter Druck.

Dadurch unterlief Brand im Sand ein technischer Fehler. Van Empel hatte eine kleine Lücke, die sie gnadenlos nutzte. Sie zog das Tempo weiter an und Brand sah die Frau im Regenbogentrikot vor ihr immer kleiner werden. Pieterse fiel der folgenden Jagd schnell zum Opfer. Im Finale änderte sich an der Spitze des Rennens nichts mehr. Van Empel fuhr den Sieg souverän nach Hause. Brand wurde mit 18 Sekunden Rückstand Zweite.

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