Aber Milram verzichtet

Gerolsteiner, T-Mobile: Verträge mit DNA-Klauseln

Von Matthias Seng

11.11.2006  |  Zu Beginn der Woche kursierte die Meldung, Ruslan Ivanov wäre der erste Profi, der einen Vertrag unterschrieben hätte, in dem er auch seine Bereitschaft zur Abgabe eines DNA-Tests erklärte. Der 32-jährige Russe war vom italienischen Continental-Team Amore&Vita verpflichtet worden. Daraufhin unterrichtete Gerolsteiner Teamsprecher Jörg Grünefeld Radsport aktiv darüber, dass beim deutschen ProTour-Team bereits mehrere Profis mit ihrem neuen Vertrag eine entsprechende Passage unterschrieben hätten.

„Erster Fahrer bei uns war Stefan Schumacher, der seinen Vertrag Ende September verlängerte“, sagte Grünefeld und ergänzte: „Bei noch bestehenden Verträgen wird der DNA-Passus selbstverständlich eingepflegt und unterschrieben.“ Gerolsteiner, so Grünefeld weiter, hätte den Passus sicher auch ohne die gemeinschaftliche Entscheidung der ProTour-Teams in die Verträge aufgenommen. Allerdings könnten Fahrer nicht gezwungen werden, ihre laufenden Verträge um eine DNA-Klausel ergänzen zu lassen, wie Teamchef Hans-Michael Holczer erklärte.

Beim deutschen Konkurrenten T-Mobile haben nach Auskunft von Teamsprecher Stefan Wagner bereits alle 29 Fahrer Verträge mit DNA-Klauseln unterschrieben. „Bei uns geschah das unabhängig vom Beschluss der ProTour-Teams. Alle unsere Fahrer unterstützen unsere Anti-Doping-Politik“, ergänzte Wagner.

Dagegen sind beim deutsch-italienischen Team Milram "DNA-Tests nicht explizit Bestandteil der Verträge", wie Team-Manager Gerry van Gerwen erklärte. "Wir verweisen in unseren Verträgen auf den Ethik-Kodex und den Accord Paritaire, die Vereinbarung zwischen Rennfahrer-Gewerkschaft CPA und der Vereinigung der ProTour-Teams AIGCP", so van Gerwen weiter. Im übrigen schließe sich Team Milram den von der AIGCP am Rande der Tour-Präsentation gefassten Beschlüssen an.

Offenbar gibt es doch – noch - keine übereinstimmende Haltung der Teams hinsichtlich der vertraglichen Notwendigkeit eines DNA-Tests. Vielleicht hat der heutige Freitag mehr Klarheit in dieser Frage gebracht. In der Schweiz trafen sich nämlich Vertreter von Teams, Fahrern und UCI, um sich zum Thema zu beraten.

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