Judith Arndt verspricht:

Wir holen das Regenbogentrikot zurück

Von Matthias Seng

29.09.2007  |  Nach dem rennfreien Freitag stehen bei der WM in Stuttgart am Wochenende die Straßenrennen auf dem Zeitplan. Den Anfang machen am Samstag die Frauen. Bereits um neun Uhr gehen die 119 Starterinnen auf die 133,3km lange Strecke (sieben Runden zu je 19 km).

„Wir wollen das Regenbogentrikot nach Deutschland zurückholen“, richtete Judith Arndt eine Kampfansage an die Konkurrenz, vor allem natürlich an Marianne Vos. Die erst 20-jährige niederländische Titelverteidigerin, die auch diesmal zu den großen Favoritinnen zählt, kann aber im Gegensatz zur deutschen Doppelspitze Arndt und Trixi Worrack (der Vizeweltmeisterin von Salzburg) nicht auf ein starkes Team bauen.

Über ein solches verfügen dagegen die Italienerinnen mit den ambitionierten Neomi Cantele und Marta Bastianelli. „Wenn sie sich einig sind, sind die Italienerinnen unsere schärfsten Konkurrentinnen“, prognostizierte Arndt, die genauso wie Bundstrainer Jochen Dornbusch auf die Stärke und Einigkeit des deutschen Teams setzt. „Vos ist die stärkste Einzelfahrerin, die es im Moment gibt“, so Dornbusch. „Aber da liegt auch unsere Chance, denn das Problem von Vos wird sein, dass sie nicht so eine gute Mannschaft im Rücken hat wie wir. Also gibt es verschiedene Möglichkeiten sie anzugreifen. Und das werden wir auch tun.“

Zur Attacke will auch Hanka Kupfernagel am Samstag blasen – allerdings erst in der zweiten Rennhälfte. Der Zeitfahrweltmeisterin steckt noch das Rennen vom Mittwoch in den Beinen. Kupfernagel: „Auf der ersten Hälfte bin ich vielleicht am Samstag nicht ganz fit, aber ich hoffe, dass ich dann dabei sein kann.“ Sorgen um den Zusammenhalt in der Mannschaft macht sich die einstige Rebellin dabei nicht: „Ich bin schon das ganze Jahr mit der Nationalmannschaft unterwegs und das ist doch bisher immer gut gegangen“, so Kupfernagel, die als Edelhelferin für ihre beiden Kapitäne fungieren soll. Judith Arndt, Weltmeisterin von 2004, kann zwar „noch nicht abschätzen, wie gut wir als Team funktionieren, aber wir werden versuchen uns einzutakten, damit alles so gut funktioniert wie in den vergangenen Jahren.“

Auch die Frauen kommen derzeit um das alles bestimmende Thema Doping nicht vorbei. „Ich finde es traurig, dass das so im Mittelpunkt steht und versuche das auszublenden“, sagte Arndt. Hanka Kupfernagel bemerkte, dass man von ihrem WM-Titel in den Medien kaum Notiz genommen habe, weil Doping alle anderen Meldungen in den Hintergrund dränge. Am Samstag will das deutsche Team für rein sportliche Schlagzeilen sorgen.

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