Erfurter gewinnt tour de Picardie

Kittel: Alles auf die Karte Zielsprint gesetzt

Foto zu dem Text "Kittel: Alles auf die Karte Zielsprint gesetzt"
Marcel Kittel (Argos-Shimano) | Foto: ROTH

13.05.2013  |  (rsn) – Wie im vergangenen Jahr auch ging der Sieg bei der Tour de Picardie (2.1) an das niederländische Argos-Shimano-Team. 2012 gewann John Degenkolb nicht nur die Gesamtwertung der dreitägigen Sprinter-Rundfahrt durch Nordfrankreich, sondern feierte auch noch zwei Etappensiege, nämlich zum Auftakt und zum Abschluss.

Genauso machte es nun Degenkolbs Freund und Teamkollege Marcel Kittel. Der seit Samstag 25 Jahre alte Erfurter gewann am Freitag die 1. Etappe vor dem Bryan Coquard (Europcar), musste sich tags darauf aber dem 21 Jahre alten Franzosen knapp geschlagen und ausgerechnet an seinem Geburtstag sein Gelbes Trikot an Coquard abgeben. Auf der alles entscheidenden 3. Etappe, die beide zeitgleich in Angriff nahmen, setzte Kittel dann alles auf eine Karte – „und zwar auf den Zielsprint“, wie der Argos-Kapitän auf seiner Website schrieb.

„Ich wusste, dass ich bei gleicher Zeit mit Coquard vor ihm ins Ziel kommen muss“, erläuterte er seine Taktik. Doch Coquard entschloss sich, beim letzten Zwischensprint zehn Kilometer vor dem Ziel auf die Zeitbonifikation zu fahren. „Er hat die drei Sekunden auch gewonnen, sich dabei aber voll einen eingeschenkt. Wir haben Jonas Ahlstrand mit vor geschickt, um es Coquard richtig schwer zu machen. Und Jonas hat den Franzosen voll gefordert. Er ist also zehn Kilometer vor dem eigentlichen Finalsprint bereits einen Sprint voll am Anschlag gefahren und hat sich davon nicht mehr erholt“, so Kittel, dessen Entscheidung, sich seine Kräfte für den Zielsprint aufzuheben, sich als goldrichtig herausstellte.

200 Mter vor dem Ziel zog der zweimalige Gewinner des Scheldepreises den Sprint an und fuhr mit deutlichem Vorsprung und einigem Frust über die Niederlage vom Samstag als Motivationshilfe seinen achten Saisonsieg ein. Coquard dagegen kam nicht über Rang zwölf hinaus und musste sich mit Platz zwei des Gesamtklassements begnügen.

„Über den Sieg heute freue ich mich sehr. Aber noch mehr freue ich mich über den Sieg in der Gesamtwertung. Es ist nach der ZLM-Tour, die ich bereits 2011 gewonnen habe, mein zweiter Rundfahrtsieg“, bianierte Kittel stolz. Nach einer kurzen Rennpause wird sich der schnelle Thüringer in einem Trainingslager einlegen auf die zweite Saisonhälfte vorbereiten. „Jetzt genieße ich aber erst einmal meinen Sieg“, so Kittel.

Weitere Radsportnachrichten

03.04.2025Flandern-Rundfahrt im Rückblick: Die letzten zehn Jahre

(rsn) - Die Flandern-Rundfahrt bildet für Radsport-Fans gemeinsam mit Paris-Roubaix das Highlight der Klassikerwochen eines jeden Frühjahrs. Das belgische Monument, am 25. Mai 1913 erstmals ausgetra

03.04.2025Niewiadoma hofft bei der Ronde auf die Power aus dem Vorjahr

(rsn) - Diese Szene gefiel Kasia Niewiadoma (Canyon – SRAM – zondacrypto) beim gestrigen Dwars door Vlaanderen (1.Pro) überhaupt nicht: Als Elisa Longo Borghini (UAE - ADQ) zu ihrem letztendlich

03.04.2025Fraile hängt am Jahresende das Rad an den Nagel

(rsn) - In unserem ständig aktualisierten Transferticker informieren wir Sie regelmäßig über Personalien aus der Welt des Radsports. Ob es sich um Teamwechsel, Vertragsverlängerungen oder Rücktr

03.04.2025Die Aufgebote für die 109. Flandern-Rundfahrt

(rsn) – Mit der Flandern-Rundfahrt (1.UWT) steht am Sonntag der Höhepunkt der flämischen Klassikerwochen an. Die 109. Ausgabe der “Ronde“ führt über 269 Kilometer Wochenende von Brügge nach

03.04.2025Die Strecke der Flandern-Rundfahrt 2025

(rsn) – Ein paar Änderungen an der Strecke gibt es immer. Da macht auch die Flandern-Rundfahrt 2025 keine Ausnahme. Doch neben dem jährlichen Wechsel zwischen den Startorten Antwerpen und Brügge,

03.04.2025Evenepoel startet bei der Tour de Romandie

(rsn) - Remco Evenepoel (Soudal – Quick) wird am Start der diesjährigen Tour de Romandie stehen, wie die Organisatoren der am 29. April mit einem Prolog in Saint-Imier beginnenden Schweizer WorldTo

03.04.2025Erholt sich Visma-Kapitänin Vos rechtzeitig zur Flandern-Rundfahrt?

(rsn) – Wenn es am kommenden Sonntag bei der 22. Flandern-Rundfahrt der Frauen (1.WWT) auf der Zielgerade in Oudenaarde zum finalen Sprint einer kleineren Gruppe kommen sollte, könnte Marianne Vos

03.04.2025Niedermaier: “Wünsche mir, beim Giro ganz oben zu stehen“

(rsn) - Nach ihrem ersten Rennblock, der mit Rang 37 bei der Trofeo Alfredo Binda (1.WWT) endete, nahm sich Antonia Niedermaier die Zeit, um mit RSN über ihren Saisoneinstieg, ihre veränderte Rolle

03.04.2025Lungenentzündung: Bettiol sagt für Flandern-Rundfahrt ab

(rsn) - Alberto Bettiol (XDS – Astana) wird am Sonntag nicht zur Flandern-Rundfahrt antreten können. Wie der Italienische Meister auf der Website seines Teams erklärte, habe er sich eine Lungenent

03.04.2025Die Aufgebote für die 22. Flandern-Rundfahrt der Frauen

(rsn) – Zum mittlerweile 22. Mal steht die Flandern-Rundfahrt der Frauen (1.WWT) im Programm. Rund um Oudenaarde müssen die Fahrerinnen aus 24 Teams insgesamt 168,9 Kilometer absolvieren, wobei zwÃ

03.04.2025Flandern-Rundfahrt der Frauen: Die letzten zehn Jahre

(rsn) – Die Flandern-Rundfahrt der Frauen ist das älteste durchgängig ausgetragene unter den Monumenten im Frauen-Kalender – und nach der Trofeo Alfredo Binda sowie dem Flèche Wallonne und dem

02.04.2025Highlight-Video des 13. Dwars door Vlanderen der Frauen

(rsn) - Elisa Longo Borghini (UAE Team ADQ) ist bereit für die Titelverteidigung bei der am Sonntag anstehenden Flandern-Rundfahrt. Das bewies die Italienische Meisterin eindrucksvoll bei der 13. Aus

RADRENNEN HEUTE

    Radrennen Männer

  • Tour of Hellas (2.1, GRE)
  • La Route Adélie de Vitré (1.1, FRA)
  • Jamaica International Cycling (2.2, 000)