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10.11.2024 | (rsn) – Nach fünf Jahren auf Kontinental-Niveau hat sich Leslie Lührs (Bike Aid) entschlossen, seine Karriere zu beenden. “Ich konzentriere mich jetzt erst mal auf meinen Bachelor-Abschluss“, kündigte der 23-Jährige gegenüber RSN an.
Die Entscheidung traf der Münchner nach einer für ihn enttäuschend verlaufenen Saison. Aufgrund einer Verletzung, die er sich nach zwei Wochen Wintertraining zugezogen hatte, konnte er erst im Mai sein erstes Saisonrennen bestreiten.
___STEADY_PAYWALL___Während seine Kollegen im Frühjahr die ersten Rennen bestritten, war der Sprinter zum Zusehen verdammt. Eine entzündete Sehne im Übergang vom Oberschenkel zum Knie bereitete ihm über längere Zeit Probleme. "Tretbewegungen länger als eine halbe Stunde waren nicht möglich“, berichtete Lührs, bei dem mehrere Therapieansätze nicht anschlugen, ehe ihm im Februar schließlich doch geholfen werden konnte.
“Es dauerte seine Zeit, das Problem überhaupt zu lokalisieren und den richtigen Arzt zu finden. Letztlich lag die Ursache im Becken- beziehungsweise Gesäßbereich. Es war auch mental alles andere als einfach. Es hat mich wieder ein Schritt stärker gemacht, war ja nicht der erste Rückschlag für mich“, so der ältere Bruder von Red-Bull-Profi Luis-Joe Lührs, der bei der Tour du Bénin (2.2) sein Saisondebüt gab.
Bei der afrikanischen Rundfahrt konnte er in den Sprints einen zweiten und dritten Etappenrang verbuchen – es sollten seine besten Saisonergebnisse bleiben. Danach folgten viele “DNF“ (Did not finish) und nur noch ein vierter Etappenrang zum Saisonabschluss bei der Tour de Serbie (2.2).
Dafür, dass es 2024 alles andere als nach Wunsch lief, nannte Lührs zwei Gründe. Zunächst habe er durch die lange Rennpause viel an Substanz eingebüßt. Danach hätte er mehr Rennen benötigt, um wieder in Form zu kommen. “Mit einem guten Rennprogramm und Training wäre die Verletzung kein Problem gewesen, es hätte gut funktioniert. Wenn man nur alle vier, fünf Wochen richtige Rennen fährst, ist es schwer, einen zügigen Formaufbau zu haben“, so Lührs weiter.
Einige Highlights gab es dann doch, so etwa seine Einsätze im Bénin und in China, wo er die Rundfahrt Chengdu Tianfu Greenway (NE) bestritt. “Bénin war eine komplette Kontrasterfahrung, das öffnet einem ziemlich die Augen. Man kann sich nicht vorstellen, wie das Leben dort funktioniert. Ich war erstaunt, wie viele Leute das Radrennen angeschaut haben“, so Lührs, der zudem erstmals in seinem Leben in China war. "Ich in diesem Jahr dorthin gekommen, wo man sonst nicht so einfach hinkommt“, ergänzte Lührs.
Doch die Ergebnisse blieben aus. "Ich bin mit anderen Erwartungen in das Jahr reingegangen. Ich wollte noch mal wissen, wie weit ich kommen kann, nachdem es in 2023 richtig gut lief. So lief es für mich nicht besonders positiv“, so Lührs, der sich nach je zwei Jahren beim Tirol-Team und bei Lotto - Kern Haus sowie einer Saison bei Bike Aid entschloss, das Rad an den Nagel zu hängen.
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