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17.09.2014 | (rsn) - Im Alter von 43 Jahren möchte Jens Voigt seine Radsport-Karriere mit einem Ausrufezeichen beenden: Auf der Rennbahn in schweizerischen Grenchen versucht der Publikumsliebling, den neun Jahre alten Stundenweltrekord zu brechen. Damit elektrisiert „Voigte“ die Radsportwelt ein letztes Mal.
Der erste Stundenweltrekord wurde im Jahr 1893 aufgestellt – und zwar von keinem Geringeren als Radsport-Pionier Henri Desgranges, auf dessen Initiative auch die „Geburt“ der Tour de France zurückgeht. In Paris legte Desgrange vor 121 Jahren 35,325 Kilometer zurück. Anschließend wurde die Marke 26-mal verbessert. Hinzu kommen die neun Rekorde zwischen 1984 und 1996, die heute als „Weltbestleistungen“ gelten, weil sie auf nicht mehr zugelassenem Material aufgestellt wurden.
Die Weltrekorde:
11. Mai 1893: Henri Desgrange, 35,325 Kilometer
31. Oktober 1894: Jules Dubois 38,220 Kilometer
30. Juli 1897: Oscar Van Den Eynde 39,240 Kilometer
3. Juli 1898: Willie Hamilton 40,781 Kilometer
24. August 1905: Lucien Petit-Breton 41,110 Kilometer
20. Juni 1907: Marcel Berthet 41,520 Kilometer
22. August 1912: Oscar Egg 42,122 Kilometer
7. August 1913: Marcel Berthet 42,741 Kilometer
21. August 1913: Oscar Egg 43,525 Kilometer
20. November 1913: Marcel Berthet 43,775 Kilometer
18. August 1914: Oscar Egg 44,247 Kilometer
25. August 1933: Jan van Hout 44,588 Kilometer
28. September 1933: Maurice Richard 44,777 Kilometer
31. Oktober 1935: Giuseppe Olmo 45,090 Kilometer
14. Oktober 1936: Maurice Richard 45,325 Kilometer
29. September 1937: Frans Slaats 45,485 Kilometer
3. November 1937: Maurice Archambaud 45,767 Kilometer
7. November 1942: Fausto Coppi 45,798 Kilometer
29. Juni 1956: Jacques Anquetil 46,159 Kilometer
19. September 1956: Ercole Baldini 46,394 Kilometer
18. September 1957: Roger Rivière 46,923 Kilometer
23. September 1959: Roger Rivière 47,347 Kilometer
30. Oktober 196: Ferdinand Bracke 48,093 Kilometer
10. Oktober 1968: Ole Ritter 48,653 Kilometer
25. Oktober 1972: Eddy Merckx 49,431 Kilometer
27. November 2000: Chris Boardman 49,441 Kilometer
19. Juli 2005: Ondrej Sosenka 49,700 Kilometer
Die Weltbestleistungen:
Eddy Merckx, der bis heute als größter Radsportler aller Zeiten gilt, hielt den Stundenweltrekord zwölf Jahre lang. Erst der Italiener Francesco Moser überbot seine Leistung, als er mit damals revolutionärem Material an den Start ging. Mosers Marke hatte erneut lange Zeit Bestand, ehe der exzentrische Schotte Graeme Obree eine regelrechte Rekordflut lostrat, indem er eine völlig neue Sitzposition kreierte und auf einem Rad der Marke Eigenbau um das Bahn-Oval jagte. Obree soll übrigens in sein Fahrrad Teile einer Waschmaschine eingebaut haben. Das Dreigestirn Miguel Indurain, Tony Rominger und Chris Boardman trieb den Rekord dann in bis heute unerreichte Dimensionen.
19. Januar 1984: Francesco Moser 50,808 Kilometer
23. Januar 1984: Francesco Moser 51,151 Kilometer
17. Juli 1993: Graeme Obree 51,596 Kilometer
23. Juli 1993: Chris Boardman 52,270 Kilometer
27. April 1994: Graeme Obree 52,713 Kilometer
2. September 1994: Miguel Indurain 53,040 Kilometer
22. Oktober 1994: Tony Rominger 53,832 Kilometer
5. November 1994: Tony Rominger 55,291 Kilometer
7. September 1996: Chris Boardman 56,375 Kilometer
Zur Person:
Jens Voigts Siegerliste als Straßenradprofi ist lang und beinhaltet als Glanzlichter zwei Etappenerfolge bei der Tour de France, einen Etappensieg beim Giro d’Italia, fünf Gesamtsiege beim Etappenrennen Critérium International und zwei Gesamtsiege bei der Deutschland-Tour. Außerdem trug der Mecklenburger zweimal das Gelbe Trikot der Tour de France, wo er zudem mit seinen Ausreißversuchen die Sympathien des internationalen Radsportpublikums gewann.
Weitere Achtungserfolge waren ein zweiter Platz beim Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich sowie Etappensiege bei Paris-Nizza und der Katalonien-Rundfahrt. Diese Resultate sind umso beachtlicher, da „Voigte“ zumeist als Helfer unterschiedlicher Kapitäne eingesetzt wurde – so etwa von Ivan Basso sowie von Fränk und Andy Schleck. Sein bestes Gesamt-Resultat bei der Tour de France war Platz 28 in Jahr 2006.
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