Neue Hellingen und Kasseien im Programm

Die Strecke der Flandern-Rundfahrt der Frauen 2025

Von Sebastian Lindner

Foto zu dem Text "Die Strecke der Flandern-Rundfahrt der Frauen 2025"
Die Strecke der Flandern-Rundfahrt der Frauen. | Foto: Flanders Classics

03.04.2025  |  (rsn) – Seit Jahr und Tag ist Oudenaarde das Zentrum der Flandern-Rundfahrt der Frauen. Auch die 22. Ausgabe des Rennens startet hier, seit 2012 befindet sich hier zudem in der Minderbroedersstraat das Ziel. Unterwegs gibt es aber doch ein paar Änderungen.

Das zeigt sich schon an der Länge der Strecke, die ein paar Kilometer mehr als im Vorjahr und damit jetzt genau 168,9 ins Roadbook bringt. Zwar bleibt es bei zwölf Hellingen und sieben Kasseien, doch wurden in beiden Kategorien einige Abschnitte ausgetauscht. Das liegt vor allem am geänderten Verlauf des ersten Streckenabschnitts, durch den sich die Anfahrt zum charakteristischen Teil des Rennens ändert. Denn erstreckte sich der flache Part im letzten Jahr vor allem östlich von Oudenaarde und ohne dabei die Schelde zu überqueren, geht es diesmal in den Norden, womit quasi die ganze erste Runde auf der anderen Seite des Flusses gefahren wird.

Nach dem scharfen Start in Wortegem-Petegem werden auch Nokere und Waregem angesteuert, bevor es über Deinze zurückgeht. Die Schleife zum Schwungholen kann nach 56 Kilometern als beendet betrachtet werden. Dann ist wieder Oudenaarde und mit Doorn der erste Pflasterabschnitt des Tages erreicht.

Im Vorjahr wurde dieses Pflaster, das 2025 auch die Männer fahren, nicht befahren. Lange Munte war damals der Auftakt gewesen, doch genau wie die Lippenhovestraat und Kerkgate wurde dieser Teil nicht berücksichtigt. Dafür sind neben Doorn auch Holleweg und Karel Martelstraat dabei und damit dieselben Kasseien, die auch die Männer fahren.

Neue Anstiege, neues Pflaster

Neu im Programm ist auch der Edelareberg, der nach 65,9 Kilometern das erste Hindernis mit Höhenmetern darstellt. Danach geht es wie zuletzt über Wolvenberg und Molenberg, die im Vorjahr noch die ersten Hellingen waren. Stand damals in der Folge die Marlboroughstraat im Roadbook, sind es diesmal Berendries und Valkenberg, zwischen denen die 100-Kilometer-Marke des Rennens liegt. Die Marlboroughstraat wurde wie bei den Männern gestrichen.

Neu dafür ist auch der Eikenberg, der an die Stelle des ebenfalls bei beiden Geschlechtern gecancelten Kapelleberg tritt. Nach diesem Hindernis bei Kilometer 117 bleibt alles beim Alten. Koppenberg, Steenbeekdries und Taaienberg bilden das erste Trio, unter das sich noch die beiden letzten Kasseien Mariaborrestraat und Staionsberg mischen. Spätestens hier nimmt das Rennen volle Fahrt auf.

Das Profil der Flandern-Rundfahrt 2025 | Grafik: Flanders Classics

Darauf folgt der vermutlich vorentscheidende Teil des Rennens. Über den Oude Kruisberg in Kombination mit Hotond werden der Oude Kwaremont und schließlich der Paterberg in Angriff genommen. Die drei letzten Hellingen sind dabei die – vor allem in Anbetracht der bereits zurückgelegten Distanz – wahrscheinlich die schwersten. Liegt die Schwierigkeit der ersten beiden vor allem in ihrer Länge von jeweils mehr als 2000 Metern, ist der Paterberg zwar keine 400 Meter lang, dafür aber im Schnitt fast 13 Prozent steil. Zudem sind alle mindestens teilweise gepflastert.

Nach dem Paterberg warten noch gut 13 Kilometer zurück bis ins Ziel nach Oudenaarde. Hier lauern keine Schwierigkeiten mehr, Konkurrentinnen abzuschütteln, die nicht schon über ihrem Limit unterwegs sind, dürfte kaum mehr möglich sein.

Anstiege (Hellingen):

1. Edelareberg – (1900 m), 3,3 % im Schnitt, max. 5,7 % – KM 65,9 2. Wolvenberg (645 m), 7,9 % im Schnitt, max. 17,3 % – KM 69,7
3. Molenberg (463 m, 300 davon gepflastert), 7,0 % im Schnitt, max. 14,2 % – KM 79,6
4. Berendries (940 m), 7,0 % im Schnitt, max. 12,3 % – KM 99,0
5. Valkenberg (540 m), 8,1 % im Schnitt, max. 12,8 % – KM 104,4
6. Eikenberg (1200 m, komplett gepflastert), 5,2 % im Schnitt, max. 10,0 % – KM 117,0
7. Koppenberg (600 m, komplett gepflastert), 11,6 % im Schnitt, max. 22,0 % – KM 124,2
8. Steenbeekdries (1100 m, komplett gepflastert), 3,1 % im Schnitt, max. 7,6 % – KM 129,6
9. Taaienberg (530 m, 500 davon gepflastert), 6,6 % im Schnitt, max. 15,8 % – KM 132,0
10. Oude Kruisberg/Hotond (2700 m, davon 450 gepflastert), 4,1 % im Schnitt, max. 9,4 % – KM 142,3
11. Oude Kwaremont (2200 m, 1500 davon gepflastert), 4 % im Schnitt, max. 11,6 % – KM 152,1
12. Paterberg (360 m, komplett gepflastert), 12,9 % im Schnitt, max. 20,3 % – KM 155,6

Kopfsteinpflasterpassagen (Kasseien):

1. Doorn (1650 m) – KM 56,2
2. Holleweg (1100 m) – KM 69,8
3. Karel Martelstraat (1200 m) – KM 70,9
4. Jagerij (800 m ) – KM 73,7
5. Paddestraat (2300 m) – KM 84,5
6. Mariaborrestraat (400 m) – KM 128,2
7. Stationsberg (700 m) – KM 130,1

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