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09.07.2018 | (rsn) - Wie im vergangenen Oktober Romain Bardets erste Reaktion während der Tour-Präsentation hinsichtlich des Mannschaftszeitfahrens ausfiel, ist nicht überliefert. Sein Gesicht dürfte allerdings eher sorgenvolle Züge angenommen haben. Eine Disziplin auf dem Zeitfahrrad, viele Tempogeraden und das alles über eine Distanz von 35,5 Kilometern – nein, beim schmächtigen Franzosen dürfte damals keine Vorfreude aufgekommen sein.
Seine Abneigung gegen das Zeitfahren ist bestens dokumentiert aus der vergangenen Tour de France, als Bardet nach dem Zeitfahren der 20. Etappe in Marseille erschöpft am Boden im Stade Vélodrome saß und schier fassungslos angesichts seines Defizits in dieser Disziplin schien. Er legte damals mit Abstand die schlechteste Zeit aller Top-Ten-Klassementfahrer hin, verlor seinen zweiten Platz im Klassement und rettete Gesamtrang drei nur um eine Sekunde gegenüber Mikel Landa – und das alles nach nur 23 Kilometern. Man stelle sich vor, eine Tour hätte wie früher noch 100 Kilometer oder mehr gegen die Uhr im Programm. Wobei, wer es mit Bardet hält, sollte sich das besser nicht vorstellen.
Entsprechend bedeutsam ist das Mannschaftszeitfahren für ihn und dabei fast entscheidender als so manche Bergetappe. Denn hier kann der Kletterspezialist nicht gewinnen, sondern nur Zeit verlieren. Seine Mannschaft ist in Sachen Zeitfahren gegenüber Mannschaften wie Sky, BMC, Movistar oder Mitchelton-Scott klar im Nachteil. Bardets sieben Helfer sind einzig dafür da, sich für ihren Kapitän aufzureiben und den Zeitverlust in Grenzen zu halten.
Trainingslager in Chambon-sur-Lignon
"Es wird ein stressiger Tag. Wir sind keine Spezialisten in dieser Disziplin, daher sind wir natürlich etwas unruhig“, schätzte Julien Jurdie, Sportlicher Leiter bei AG2R, die Situation realistisch ein.
Allerdings blieb die französische Equipe im Winter nicht tatenlos. Die Schwachstelle wurde erkannt, mit Silvan Dillier über den Winter ein zweimaliger Weltmeister im Mannschaftszeitfahren von BMC verpflichtet. Zusätzlich bereitete sich AG2R intensiv mit seinen acht Tour-Fahrern Ende Juni drei Tage in Chambon-sur-Lignon auf die Zeitfahrdisziplinen vor. Die Straßen und Bedingungen seien dort "ähnlich wie beim Zeitfahren in Cholet“, sagte Jurdie damals.
Einen kleinen Rückschlag erlebte Ag2r jedoch während der 2. Etappe nach La Roche-sur-Yon, als Neuzugang Dillier stürzte und sich eine Knieblessur zuzog. "Es tat sehr weh, ich hoffe, dass der Schmerz morgen weniger stark sein wird“, lautete seine erste Einschätzung. Der Schweizer gilt als wichtiger Motor im Zeitfahrzug. Daneben kann Bardet mit Pierre Latour und Tony Gallopin auf die beiden Erstplatzierten der diesjährigen französischen Zeitfahrmeisterschaft setzen – allerdings ist auch Gallopin durch Rippenbruch angeschlagen. Außerdem ist die Konkurrenz bei den französischen Titelkämpfen eher als mittelprächtig einzuschätzen.
Sicherheitspolster nach den Auftaktetappen
Die ersten beiden Tour-Etappen sollten dennoch Zuversicht bei AG2R hinterlassen haben. Denn unverhofft geht Bardet sogar mit einem Polster in die heutige Zeitfahrprüfung. Während Konkurrenten wie Chris Froome, Nairo Quintana oder Richie Porte bereits in den ersten Tagen die Schlagzeilen durch Stürze und Defekte füllen, ist Bardet bislang unauffällig unterwegs – und damit einer der großen Gewinner der Auftaktetappen.
Sein Team hielt ihn hervorragend aus allen kniffligen Situationen heraus, in das Mannschaftszeitfahren geht er unter anderem mit einem Vorsprung von 51 Sekunden auf Froome und Porte. "Das gibt uns ein kleines Sicherheitspolster“, gab Jurdie zu. Ein Zeitverlust wie beim Critérium du Dauphine, als Bardet mit seinen Kollegen 1:28-Minuten auf vergleichbarer Strecke gegenüber Sky verlor, sieht plötzlich gar nicht mehr so wild aus.
Jurdie warnte trotzdem vor der Schwierigkeiten eines Mannschaftszeitfahrens. Einen schlechten Tag darf sich kein Fahrer erlauben – insbesondere nicht Bardet. "Das erste Ziel muss sein, dass er bei uns bleibt. Selbst wenn er keinen guten Tag hat, muss er dranbleiben. Wenn nicht, wird es schwierig“, sagte Jurdie. Eine gute Leistung wäre für ihn, wenn seine Mannschaft nicht mehr als 1:20- bis 1:30-Minuten auf Sky verlieren würde. "Dann wären auch die anderen Teams nicht zu weit weg." Und damit wäre sicherlich auch Bardet einverstanden.
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