Folgen der Corona-Pandemie

Astana kürzt die Gehälter um 30 Prozent

Foto zu dem Text "Astana kürzt die Gehälter um 30 Prozent"
In der Corona-Krise müssen die Astana-Profis Gehaltskürzungen hinnehmen. | Foto: Cor Vos

01.04.2020  |  (rsn) - Das kasachische Astana-Team hat bestätigt, dass es wegen der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie die Gehälter seiner Fahrer und Mitarbeiter um 30 Prozent reduziert hat. Wie es in einem Statement des Rennstalls hieß, tritt die Lohnkürzung mit diesem Monat in Kraft und wird bis zur Wiederaufnahme des Rennbetriebs Bestand haben.

"Es sind schwere Zeiten für die Radsportwelt und auch für unser Team. Wir müssen damit klarkommen, bis die Krise vorbei ist, aber es ist sicher keine ideale Situation", sagte Team-Manager Alexander Winokurow. “Wir haben beschlossen, 30 Prozent der Gehälter für alle im Team zu kürzen, da wir dies auch gemeinsam durchstehen müssen. Jeder in unserem Team ist gleich wichtig.“

Nach Lotto Soudal, das bereits am Wochenende Löhne und Gehälter reduziert hatte, ist Astana die zweite WorldTour-Mannschaft, die diesen Schritt geht. Für die Fahrer um die Kapitäne Jakob Fuglsang, Miguel Angel Lopez und Alexej Lutsenko ist das keine neue Erfahrung, bereits zu Saisonbeginn waren die Profis erst verspätet bezahlt worden. Damals machte das Team administrative Verzögerungen dafür verantwortlich, betonte jedoch, das Budget für 2020 sei vollständig vom kasachischen Staatsfonds Samruk Kazyna genehmigt worden.

Wie Astana-Managerin Yana Seel in dem Zusammenhang anfügte, seien bis dato alle Gehälter "zu 100 Prozent bezahlt, und wir planen, den vollen Betrag wieder zu zahlen, sobald die Krise vorbei ist und das Team wieder Rennen fahren kann." Alle Fahrer und Mitarbeiter hätten die Entscheidung respektiert, “da sie sich bewusst sind, dass dies eine außergewöhnliche Entscheidung in außergewöhnlichen Zeiten ist."

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