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03.07.2022 | (rsn) – Einen Tag, nachdem sein Landsmann Fabio Jakobsen (Quick-Step Alpha Vinyl) den ersten Massensprint der 109. Tour de France für sich entscheiden konnte, hat auch Dylan Groenewegen (BikeExchange – Jayco) jubeln können. Auf der 3. Etappe über 182 Kilometer von Vejle nach Sonderborg jagte der Niederländer mit Tigersprung knapp vor Wout Van Aert (Jumbo – Visma) über die Ziellinie. Der Belgier wurde damit zum dritten Mal in Folge Zweiter und verteidigte sein Gelbes Trikot.
Rang drei ging an Jasper Philipsen (Alpecin – Deceuninck) vor Peter Sagan (TotalEnergies) und Jakobsen, der diesmal im Finale schlecht positioniert war. Bester Deutscher wurde Alexander Krieger (Alpecin – Deceuninck) auf Rang 15.
Zwei Jahre nach dem folgenschweren Horrorsturz von Kattowitz haben damit die damaligen Protagonisten unmittelbar hintereinander im Sprint zwei Tour-Etappen gewonnen. “Das war ein langer Weg zurück in die Weltspitze. Ich möchte mich bei meinem Team, meiner Familie und meinen Freunden bedanken, die mich in guter Form zur Tour zurück gebracht haben. Das ist wunderbar. Es war weniger physisch, vor allem aber mental eine schwere Zeit. Nach all dem, was passiert ist….ist der Sieg hier für meine Frau und meinen Sohn. Mir bedeutet das sehr viel“, erzählte ein sichtlich und hörbar berührter Groenewegen, nachdem er den fünften Tour-Tagessieg seiner Karriere eingefahren hatte.
Groenewegen im Finale auf der richtigen Seite
Dabei sah es einige Minuten zuvor noch nicht nach einem Erfolg des 29-Jährigen aus. “Ich war in den Crash zehn Kilometer vor dem Ziel verwickelt, aber meine Teamkollegen haben mich zurück und in Position gebracht und wir sind ruhig geblieben“, erklärte Groenewegen, der erst spät aus dem Windschatten seiner Konkurrenten antrat – allerdings notgedrungen. “Wir waren lange Zeit eingebaut. Am Ende war ich auf der richtigen Seite. Auf der Ziellinie hat es gereicht. Ich kann es noch immer nicht begreifen“, fügte er an.
Geschichte schrieb auch Van Aert. Der 27-Jährige ist der erste Fahrer seit Alfredo Binda 1930, der die ersten drei Etappen einer Frankreich-Rundfahrt jeweils als Zweiter beendet. "Ich hatte einen fantastischen Leadout von Christophe (Laporte), aber ich habe ihn nicht optimal genutzt. Ich bin zu früh an ihm vorbei. Letztendlich ging es um Zentimeter. Das war ein großer Fehler von mir“, ärgerte sich der Flame über die knappe Niederlage. “Ich habe gleich gespürt, dass Dylan vorbei war", fügte Van Aert an. “Es ist toll das Gelbe Trikot zu tragen, aber ja...ich bin hier, um zu gewinnen. Wenn es nicht klappt, ist man enttäuscht. Aber der erste Tag in Gelb war fantastisch“, erzählte er gegenüber Sporza.
Magnus Cort (EF Education – EasyPost), der sich als Solist rund 130 Kilometer im Bergtrikot zeigte, wie am Vortag die drei Bergwertungen gewann und so seine Führung in dieser Wertung ausbaute, hat nun die Chance, Federico Bahamontes einzuholen. Der legendäre Spanier hatte 1958 gleich die ersten sieben Bergwertungen einer Grande Boucle für sich entschieden. Auf der 7. Etappe kann der Däne Bahamontes sogar überholen, dann steht der achte Bergpreis dieser Rundfahrt auf dem Programm.
Später Massensturz teilt das Feld
Durch einen Massensturz zehn Kilometer vor dem Ziel verloren Rigoberto Uran (EF Education – EasyPost), Damiano Caruso, Jack Haig (beide Bahrain Victorious), Bob Jungels (AG2R – Citroën), Guillaume Martin (Cofidis), Michael Woods (Israel – PremierTech) und Louis Meintjes (Intermarché – Wanty – Gobert) jeweils 39 Sekunden auf das Feld.
Neben dem Gelben verteidigte van Aert auch das Grüne Trikot. Weiß bleibt weiterhin auf den Schultern von Tadej Pogacar (UAE Team Emirates.
Im Gesamtklassement liegt der Jumbo-Profi nun sieben Sekunden vor Auftaktsieger Yves Lampaert (Quick-Step Alpha Vinyl) und 14 vor Titelverteidiger Pogacar. Bester deutscher Profi ist Lennard Kämna (Bora / hansgrohe / +0:32) auf Rang 13.
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So lief das Rennen:
Bei erneut strahlendem Sonnenschein machte sich praktisch mit dem scharfen Start, zu dem noch alle 176 Fahrer dieser Tour antraten, das Gepunktete Trikot auf und davon. Bei seiner Attacke erhielt Cort allerdings keine Unterstützung, so dass er sein Bergtrikot als Solist den vielen tausend dänischen Fans an der Strecke präsentieren konnte. An der ersten der erneut drei Bergwertungen bei Kilometer 27 betrug sein Vorsprung auf das zunächst bummelnde Feld rund 6:30 Minuten, danach allerdings zogen die Sprinterteams das Tempo an.
Zunächst halbierten die Verfolger den Rückstand und kontrollierten danach das Geschehen. So konnte sich Cort auch die fünfte Bergwertung dieser Tour sichern und kurz danach bei Kilometer 82,5 auch den Zwischensprint des Tages, an dem sein Vorsprung auf rund zwei Minuten geschrumpft war. Die 17 Punkte für den zweitplatzierten Fahrer sicherte sich in Christiansfeld das Gelbe (Van Aert) vor dem Grünen Trikot (Jakobsen), wobei der Sprint nicht mit letzter Kraft ausgetragen wurde.
Obwohl er auch die dritte Bergwertung noch als Solist erreichte, ließ es sich Cort nicht nehmen, den letzten Bergpreis des Tages in einem demonstrativen Sprint einzufahren und vor seinen begeisterten Landsleuten jubelnd die Linie zu überqueren. Erst danach nahm Cort die Beine hoch und wurde 52 Kilometer vor dem Ziel von den Verfolgern gestellt.
Langeweile bis zum Sprint
In Erwartung von Seitenwind zeigten sich in der Folge vor allem Teams der Klassementfahrer an der Spitze des Feldes, das dann aber geschlossen, wenn auch mit hohem Tempo, in Richtung Ziel rollte, weil die Bedingungen keine Attacken hergaben.
Gut zehn Kilometer vor dem Ziel sorgte ein Sturz in der Mitte des Feldes bei der Einfahrt in den Zielort für Turbulenzen, während die Teams an der Spitze davon nichts mitbekamen und schon früh um die besten Positionen kämpften. An der Spitze zeigte sich Auftaktsieger Lampaert, in dessen Windschatten sich mehrere Teamkollegen befanden, wogegen sich Jakobsen von etwa 15. Position nach vorne an das Hinterrad seines Anfahrers Michael Morkov kämpfen musste.
Auf den letzten vier Kilometern machten DSM für Alberto Dainese, Intermarché – Wanty – Gobert für Alexander Kristoff und Alpecin – Deceuninck für Jasper Philipsen Jakobsens Helfer die Spitzenpositionen streitig. Dagegen war von Jumbo – Visma und Van Aert lange nichts zu sehen. Florian Senechal nahm die letzte Linkskurve 800 Meter vor dem Ziel als Erster in Angriff und lancierte seinen Teamkollegen Morkov, an dessen Hinterrad sich jedoch nicht Jakobsen befand, sondern Van Aerts Anfahrer Laporte. Der Franzose brachte wiederum seinen Kapitän in Position, der schließlich den Sprint eröffnete.
Van Aert zog dabei nach rechts in Richtung Bande und geriet dabei auf den letzten Metern mit dem stark aufkommenden Sagan aneinander. Dadurch öffnete sich links von den Beiden die Lücke, durch die Groenewegen, der zuvor an Sagans Hinterrad war, freie Bahn bekam und auf den letzten Metern mit Tigersprung noch an Van Aert vorbeizog.
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