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05.09.2022 | (rsn) – Nach den beiden früheren Weltmeistern Alejandro Valverde (Movistar) und Mads Pedersen (Trek - Segafredo) hat ein weiterer prominenter Name für die Straßen-WM in Australien abgesagt. Gegenüber cyclingnews.com erklärte Tom Pidcock (Ineos Grenadiers) nach der 1. Etappe der Tour of Britain, dass er sich nicht mehr frisch genug fühle, um im Straßenrennen von Wollongong eine gute Rolle spielen zu können. Der 23-Jährige gehörte zum erweiterten britischen Aufgebot, das wohl von seinem Teamkollegen Ethan Hayter und Fred Wright (Bahrain Victorious) angeführt wird.
Pidcock hatte vor einer Woche bei der Mountainbike-WM in Les Gets nach einem Sturz den Titelgewinn verpasst und sich beim Triumph des Schweizers Nino Schurter mit dem vierten Platz begnügen müssen. “Ehrlich gesagt hatte ich eine schwierige Woche. Es war ziemlich hart, weil ich mich so gut vorbereitet hatte, dann aber alles einfach schief zu laufen schien“, kommentierte der Crossweltmeister seine Pleite von Les Gets. Nun versucht er, bei der heimischen Tour of Britain wieder Selbstvertrauen und Motivation zu gewinnen.
Zum Auftakt belegte er im Bergaufsprint im schottischen Glenshee Ski Centre beim Sieg von Corbin Strong (Israel - Premier Tech) den fünften Platz, wobei er im Finale einen unfreiwilligen Stopp einlegen und sich sechs Kilometer vor dem Ziel wieder nach vorn kämpfen musste. “Ich musste pinkeln“, erklärte er. “Ich sollte an Omar (Frailes) Rad sitzen, das wäre ideal gewesen, dann hätte ich vielleicht gewonnen. Es gab viel Gegenwind, ich habe einfach einen Fehler gemacht und bin nicht früh genug nach vorne gegangen“, zeigte sich Pidcock selbstkritisch.
Allerdings bieten sich ihm im Verlauf der achttägigen Rundfahrt noch genügend Möglichkeiten, die Scharte auszuwetzen. Im Gesamtklassement liegt er nun zehn Sekunden hinter Strong, der die Gesamtwertung mit vier Sekunden Vorsprung auf Pidcocks Teamkollegen Omar Fraile anführt. “Ich denke, ich kann das Rennen gewinnen, aber wir haben auch einige andere Karten, die wir spielen können“, sagte er mit Blick auf den Spanier, der zum Auftakt Zweiter geworden war, oder auch den starken US-Amerikaner Magnus Sheffield.
Zudem deutete Pidcock an, dass die Tour of Britain sein letzter Einsatz auf der Straße sein könnte, ehe er nach einer Pause wieder aufs Crossrad wechselt. Wann er allerdings seine Saisonpremiere im Gelände geben wird, ließ Pidcock offen – und auch, ob er im Februar bei der Cross-WM in den Niederlanden zur Titelverteidigung antreten wird.
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