Zweiter Fall nach Quintana

Baudin nach Tramadol-Missbrauch vom Giro disqualifiziert

Von Sebastian Lindner

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Alex Baudin (AG2R - Citroen) beim Giro d´Italia 2023 | Foto: Cor Vos

31.07.2023  |  Neo-Profi Alex Baudin (AG2R - Citroen) ist nachträglich vom Giro d'Italia 2023 ausgeschlossen worden. Das teilte die UCI am Montag mit. Grund dafür ist der Fund des Schmerzmittels Tramadol in den Blutproben des Franzosen von der 17. Etappe. Der 22-Jährige muss damit seinen 73. Platz in der Gesamtwertung abgeben, wird aber nicht vom weiteren Rennbetrieb ausgeschlossen, denn der Gebrauch ist zwar seit März 2019 im Rennbetrieb untersagt und widerspricht den medizinischen Regularien der UCI. Allerdings verstößt er nicht gegen eine Anti-Doping-Regel.

Baudin ist damit der zweite Profi, der von einer Grand Tour wegen Tramadol-Missbrauchs ausgeschlossen wird. Nairo Quintana wurde im letzten Jahr nachträglich disqualifiziert, nachdem ihm bei der Tour de France 2022 Tramadol nachgewiesen wurde. Dem Kolumbianer wurde daraufhin sein sechster Platz aberkannt. Der heute 33-Jährige stieg nach Bekanntwerden der Nachricht aus der laufenden Vuelta aus und fuhr danach kein Rennen mehr für sein Team Arkéa - Samsic. Ende der Saison lief sein Vertrag aus - seitdem ist er ohne Team.

Auch AG2R hat bisher auf eine Suspendierung verzichtet. Zuletzt war Baudin bei der Clasica San Sebastian im Einsatz. Sollte der Franzose ein weiteres Mal gegen das medizinische Regelwerk der UCI verstoßen, droht ihm eine sechsmonatige Sperre - lediglich das Fehlverhalten bleibt ohne disziplinarische Strafe des Weltverbandes.

Insgesamt hatte die UCI beim Giro 64 Blutproben gesammelt und auf Tramadol getestet, die Baudins blieben jedoch die einzigen positiven.

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