--> -->
15.01.2024 | (rsn) - Im vergangenen Juli dürfte Teamchef Cedric Vasseur das Grinsen nicht mehr aus seinem Gesicht bekommen haben. 15 Jahre musste seine Equipe bei der Tour de France auf einen Etappensieg warten – dann gab es binnen zwei Wochen gleich zwei davon: Erst düpierte Victor Lafay mit einem späten Antritt die Konkurrenz auf der 2. Etappe in San Sebastian, auf dem zwölften Teilstück war Ion Izagirre dann aus einer Fluchtgruppe heraus erfolgreich. Einen weiteren Grand-Tour-Etappensieg verbuchte Cofidis durch Jesus Herrada bei der Vuelta a Espana, Bryan Coquard gewann bereits zu Jahresbeginn eine Sprintetappe bei der Tour Down Under. Die Saison beendete die Equipe schließlich mit 14 Siegen auf einem respektablen 14. Rang im UCI-Teamranking.
Die Messlatte für die neue Saison liegt entsprechend hoch. Eine deutliche Schwächung ist dabei der Abgang von Lafay, der dem Lockruf von Decathlon – Ag2r folgte. Auch die weiteren personellen Veränderungen sind nicht unerheblich. Zwölf Fahrer verließen Cofidis, genauso viele kamen neu hinzu. Unter den Abgängen sind Simoni Consonni (Lidl – Trek), Davide Cimolai (Movistar) und Max Walscheid, den es zu Jayco – AlUla zog. Bei den Neuzugängen schien insbesondere der Faktor Erfahrung eine Rolle gespielt zu haben: Ben Hermans (37), Gorka Izagirre (36), Kenny Elissonde (32), Alexis Gougeard (30) befinden sich allesamt im Herbst ihrer Karriere und scheinen die besten Jahre bereits hinter sich zu haben. Trotzdem passen sie ins Beuteschema von Cofidis.
___STEADY_PAYWALL___In der Ausrichtung des Teams wird sich daher nicht viel verändern. Aushängeschild bleibt Guillaume Martin, der zwar kein ausgesprochener Siegfahrer ist, dafür aber konstant sein Potenzial abruft und der wichtigste Punktelieferant für das UCI-Ranking ist. Seine Saison dürfte sich um die Ardennenklassiker und die französischen Etappenrennen drehen. Bei der Tour de France ist Martin wieder ein Top-Ten-Kandidat – im Vorjahr landete er auf Platz zehn. Mit Coquard hofft Cofidis auch in dieser Saison auf den einen oder anderen Sprinterfolg, auch wenn der Franzose auf WorldTour-Niveau inzwischen an seine Grenzen kommt.
Guillaume Martin erreichte im Vorjahr Platz zehn bei der Tour de France | Foto: Cor Vos
Ansonsten baut Cofidis nach wie vor auf das Glück der richtigen Ausreißergruppe – und die Chance auf Überraschungserfolge. Zumindest an fähigem Personal dafür fehlt es nicht: Ion Izagirre, Jeus Herrada, Ruben Fernandez, Benjamin Thomas, Simon Geschke sowie die Neuzugänge Gorka Izagirre, Hermans, Elissonde und Gougerard haben ihre Qualitäten für erfolgreiche Fluchtunterfangen in der Vergangenheit schon bewiesen.
Eine herausragende Rolle in der WorldTour wird Cofidis in der neuen Saison zwar nicht spielen, Achtungserfolge sind Vasseurs routinierter Truppe jedoch zuzutrauen. Bestenfalls sammelt das Team eine zweistellige Anzahl an Siegen bei kleineren Rennen und wertet diese Bilanz dann durch Spitzenergebnisse oder Siege in der WorldTour auf. Dann kann auch 2024 ein Erfolg werden.
Gorka Izagirre, Ben Hermans oder Kenny Elissonde sind sicherlich die bekannteren Namen, über das größte Potenzial unter den Neuzugängen verfügt möglicherweise aber Stefano Oldani. Seinen bisherigen Karrierehöhepunkt hatte der 25-jährige Sprinter 2022 mit einem Etappensieg beim Giro d’Italia, in der vergangenen Saison holte er vier weitere Top-Ten-Platzierungen bei der Italien-Rundfahrt. Oldani kann auch hügelige Tagesabschnitte in der vorderen Gruppe beenden – gerade bei den Herbstklassikern in Italien verzeichnete der Italiener in den vergangenen Jahren einige gute Ergebnisse. Bei Alpecin – Deceuninck waren seine Freiheiten bisher begrenzt, bei Cofidis sollte er nun mehr Möglichkeiten bekommen, um Resultate einzufahren. Mit Blick auf die Klassiker und Sprintentscheidungen kann sich dieser Transfer für die französische Mannschaft also auszahlen.
Stefano Oldani gewann 2022 eine Etappe des Giro d'Italia. | Foto: Cor Vos
In seiner ersten Profisaison 2022 verbuchte Axel Zingle auf Anhieb drei Siege. Insbesondere auf stark ansteigenden Zielgeraden spielte der Franzose dabei seine Stärken aus – unter anderem gewann er so den Auftakt des Arctic Race of Norway. Im Vorjahr folgte zwar nur ein weiterer Sieg, dafür bestätigte Zingle sein Potenzial mit anderen bemerkenswerten Resultaten: Platz fünf beim Pfeil von Brabant und Rang zehn beim Amstel Gold Race. Hinter Martin war er bereits der zweitbeste Punktelieferant im Team. Sollte der 25-Jährige seine Entwicklung bestätigen, werden 2024 weitere gute Ergebnisse und Siege folgen. Insbesondere bei den Ardennenrennen sollte Zingle bei Cofidis eine entscheidende Rolle einnehmen.
Axel Zingle bei der Renewi Tour in Belgien. | Foto: Cor Vos
Das Aufgebot:
Thomas Champion (Frankriech /24), Bryan Coquard (Frankreich /31), Nicolas Debeaumarché (Frankreich /25), Kenny Elissonde (Frankreich /32), Eddy Finé (Frankreich /26), Alexis Gougeard (Frankreich /30), Nolann Mahoudo (Frankreich /21), Axel Mariault (Frankreich /25), Guillaume Martin (Frankreich /30), Anthony Perez (Frankreich /32), Alexis Renard (Frankreich /24), Benjamin Thomas (Frankreich /28), Hugo Toumire (Frankreich /22), Axel Zingle (Frankreich /25), Ruben Fernandez (Spanien /32), Jesus Herrada (Spanien /38), Ion Izagirre (Spanien /34), Gorka Izagirre (Spanien /36), Jonathan Lastra (Spanien /30), Piet Allegaert (Belgien /28), Ben Hermans (Belgien /37), Aimé De Gendt (Belgien /29), Milan Fretin (Belgien /22), Christophe Noppe (Belgien /29), Ludovic Robeet (Belgien /29), Oliver Knight (Großbritannien /22), Harrison Wood (Großbritannien /23)Simon Geschke (Deutschland /37), Stefano Oldani (Italien /25), Stanislaw Aniolkowski (Polen /28), Andre Carvalho (Portugal /26),
Davon Neuzugänge:
Ben Hermans (Israel Premier-Tech), Gorka Izagirre (Movistar), Kenny Elissonde (Lidl – Trek), Alexis Gougeard (VC Rouen 76), Aimé De Gendt (Intermarché – Circus – Wanty), Stanislaw Aniolkowski (Human Powered Health), Stefano Oldani (Alpecin – Deceuninck), Ludovic Robeet (Bingoal WB), Milan Fretin (Team Flanders – Baloise), Nicolas Debeaumarché (St. Michel – Mavic – Auber93), Nolann Mahoudo (CIC U Nantes), Oliver Knight (AVC Aix-en-Provence)
Teamleitung:
Manager: Cedric Vasseur
Sportdirektor: Bingen Fernandez
Sportliche Leiter: Samuel Bellenoue, Yvonnick Bolgiani, Roberto Damiani, Jimmy Engoulvent, Benjamin Giraud, Gorka Guerricagoitia, Jean Luc Jonrond, Thierry Marichal, Vincent Terrier
Material:
Rahmenhersteller: Look
Gruppe: Shimano
Laufräder: Corima
Reifen: Michelinl
Trikot: Van Rysel
Helm: Ekoi
(rsn) – Jumbo und Primoz Roglic verließen zum 31. Dezember Visma - Lease a Bike. Die Supermarktkette war seit 2015 einer der beiden Namenssponsoren der Mannschaft, der Slowene kam ein Jahr später
(rsn) – Vorhang auf für das offiziell beste Team der Welt! Zwar könnte man vermuten, dass Visma – Lease a Bike mit seinen drei Grand-Tour-Titeln diese Auszeichnung verdient hätte, aber die Welt
(rsn) – Eine mögliche Fusion zwischen Jumbo – Visma und Soudal – Quick-Step sorgte im Herbst 2023 einige Wochen lang für Schlagzeilen. Letztendlich scheiterten die Bemühungen. Allerdings hatt
(rsn) – Genau ein Drittel seiner Fahrer hat Movistar in dieser Transferperiode ausgewechselt. Nachdem die spanische Mannschaft das Jahr 1 nach Alejandro Valverde als Zwölfter der Weltrangliste eini
(rsn) – Aus jedem Dorf ein Hund. Skatspieler kennen diesen Ausdruck und fragen sich dann: Was ist eigentlich Trumpf? Ähnlich ist bei Lidl - Trek die Ausgangslage für 2024. Das Team war schon in de
(rsn) - Bei der australischen Equipe wird man mit gemischten Gefühlen auf die Vorsaison zurückschauen. Bei den Grand Tours verkaufte man sich teuer: Simon Yates erreichte Platz vier bei der Tour de
(rsn) – Im Jahr 2022 gelang dem belgischen Intermarché-Team der unerwartete Durchbruch in die Reihe der Topteams. Biniam Girmay gewann im Frühjahr Gent-Wevelgem und dann noch eine Giro-Etappe. Mit
(rsn) – Von 2012 bis einschließlich 2019 konnte nur Vincenzo Nibali die Sky- beziehungsweise Ineos-Übermacht bei der Tour de France stören. Mit Bradley Wiggins, Chris Froome, Geraint Thomas und E
(rsn) – Bei Groupama - FDJ beginnt eine neue Zeitrechnung. Es ist das Jahr 1 nach Thibaut Pinot. Frankreichs ehemals größte Hoffnung auf den Sieg bei der Tour de France hat seine Karriere beendet,
(rsn) – Nicht nur vom Outfit her bleibt EF Education – EasyPost in der Saison 2024 der bunteste Haufen im Peloton. Die Die 30 Fahrer im Kader gehören 16 verschiedenen Nationen an, alle Kontinente
(rsn) - In den vergangenen Jahren gab es kaum Kontinuität im Kader der niederländischen Mannschaft. Und auch zur Saison 2024 hat sich rund ein Drittel der Mannschaft verändert: Zwölf Fahrer verlie
(rsn) – In den letzten Monaten ist im Team von Vincent Lavenu viel passiert, allerdings mehr oder weniger im Hintergrund. Das fängt schon damit an, dass Decathlon – AG2R La Mondiale, wie die Equi
(rsn) - Die Flandern-Rundfahrt bildet für Radsport-Fans gemeinsam mit Paris-Roubaix das Highlight der Klassikerwochen eines jeden Frühjahrs. Das belgische Monument, am 25. Mai 1913 erstmals ausgetra
(rsn) - Diese Szene gefiel Kasia Niewiadoma (Canyon – SRAM – zondacrypto) beim gestrigen Dwars door Vlaanderen (1.Pro) überhaupt nicht: Als Elisa Longo Borghini (UAE - ADQ) zu ihrem letztendlich
(rsn) - In unserem ständig aktualisierten Transferticker informieren wir Sie regelmäßig über Personalien aus der Welt des Radsports. Ob es sich um Teamwechsel, Vertragsverlängerungen oder Rücktr
(rsn) – Mit der Flandern-Rundfahrt (1.UWT) steht am Sonntag der Höhepunkt der flämischen Klassikerwochen an. Die 109. Ausgabe der “Ronde“ führt über 269 Kilometer Wochenende von Brügge nach
(rsn) – Ein paar Änderungen an der Strecke gibt es immer. Da macht auch die Flandern-Rundfahrt 2025 keine Ausnahme. Doch neben dem jährlichen Wechsel zwischen den Startorten Antwerpen und Brügge,
(rsn) - Remco Evenepoel (Soudal – Quick) wird am Start der diesjährigen Tour de Romandie stehen, wie die Organisatoren der am 29. April mit einem Prolog in Saint-Imier beginnenden Schweizer WorldTo
(rsn) – Wenn es am kommenden Sonntag bei der 22. Flandern-Rundfahrt der Frauen (1.WWT) auf der Zielgerade in Oudenaarde zum finalen Sprint einer kleineren Gruppe kommen sollte, könnte Marianne Vos
(rsn) - Nach ihrem ersten Rennblock, der mit Rang 37 bei der Trofeo Alfredo Binda (1.WWT) endete, nahm sich Antonia Niedermaier die Zeit, um mit RSN über ihren Saisoneinstieg, ihre veränderte Rolle
(rsn) - Alberto Bettiol (XDS – Astana) wird am Sonntag nicht zur Flandern-Rundfahrt antreten können. Wie der Italienische Meister auf der Website seines Teams erklärte, habe er sich eine Lungenent
(rsn) – Zum mittlerweile 22. Mal steht die Flandern-Rundfahrt der Frauen (1.WWT) im Programm. Rund um Oudenaarde müssen die Fahrerinnen aus 24 Teams insgesamt 168,9 Kilometer absolvieren, wobei zwÃ
(rsn) – Die Flandern-Rundfahrt der Frauen ist das älteste durchgängig ausgetragene unter den Monumenten im Frauen-Kalender – und nach der Trofeo Alfredo Binda sowie dem Flèche Wallonne und dem
(rsn) - Elisa Longo Borghini (UAE Team ADQ) ist bereit für die Titelverteidigung bei der am Sonntag anstehenden Flandern-Rundfahrt. Das bewies die Italienische Meisterin eindrucksvoll bei der 13. Aus