Von Cancellara im Sprint geschlagen

Cavendish dachte nur an den Sieg, nicht an Martin

Von Joachim Logisch aus Zélande

Foto zu dem Text "Cavendish dachte nur an den Sieg, nicht an Martin"
Mark Cavendish (Etixx-Quick-Step) wurde nur Vierter der 2. Tour-Etappe. Wäre er vor Fabian Cancellara (Trek) auf Rang drei gelandet, würde sein Teamkollege Tony Martin heute das Gelbe Trikot tragen. | Foto: Cor Vos

06.07.2015  |  (Rsn) - Hat er es nicht gewusst? Mark Cavendish (Etixx-Quick Step) fand zunächst kein Wort dazu, dass er auf der 2. Tour-Etappe von Utrecht nach Zélande (166 km) seinem Teamkollegen Tony Martin die Chance aufs Gelbe Trikot versemmelte. Stattdessen meinte er in der Pressemitteilung seines Rennstalls: „Tony trug heute Grün. Ich bedauere, dass wir es nicht übernehmen konnten. Aber das ist die Tour de France und André Greipel sicherte es sich."

War Enttäuschung der Grund, dass Cavendish deutlich vor dem Zielstrich die Beine hochnahm und Fabian Cancellara (Trek) passieren ließ, der mit der Zeitbonifikation für Platz 3 (4 Sek.) Tony Martin das Gelbe Trikot von der Ziellinie klaute?

Cavendish hatte in diesem Moment wohl vergessen, wie wichtig es gewesen wäre, vor dem Schweizer ins Ziel zu kommen. Mit einigen Pedalumdrehungen mehr hätte er Martin die aufopferungsvollen Helferdienste, die dieser ihm immer wieder in der Vorbereitung der Massensprints leistet, vergelten können.

Doch der Brite vergaß in der eigenen Enttäuschung über den verpassten Sieg, dass es an diesem Tag noch um mehr gegangen war. Stattdessen nahm er seinen Anfahrer Mark Renshaw in die Verantwortung über den verpatzten Schlussspurt. „Ich denke, Mark startete etwas zu früh. Es gab Gegenwind auf der Zielgeraden. Das hat mich an die Grenze gebracht. Bei Rückenwind wäre alles okay gewesen." Und Tony Martin hätte heute Gelb. Es wäre aber auch anders gegangen!

Das sah wohl auch Cavendish schließlich ein, denn im Gespräch mit Martin gab er später zu, dass ihm der Verlauf des Etappenfinals  „unendlich leid" täte (siehe Video-Interview mit Tony Martin). Wie der dreimalige Zeitfahrweltmeister gegenüber radsport-news.com betonte, sei die Situation geklärt und jeder sei bereit, an den kommenden Tagen für den jeweils anderen zu arbeiten. Die erste Möglichkeit dazu gibt es schon heute auf der 3. Etappe mit Zielankunft an der berühmten Mauer von Huy.

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