--> -->
10.07.2023 | (rsn) – Die Skeptiker waren im Vorfeld in der Überzahl, doch nach der ersten Woche der Tour de France lässt sich behaupten: Jai Hindley (Bora – hansgrohe) hat realistische Chancen, die Rundfahrt hinter den Überfliegern Jonas Vingegaard (Jumbo – Visma) und Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) als “Best of the Rest“ auf dem Podium zu beenden.
Genau jener dritte Platz steht für den Australier aktuell zu Buche. 1:42 Minuten hat Hindley Vorsprung auf Platz vier und Carlos Rodriguez (Ineos Grenadiers), nochmal rund 20 Sekunden mehr auf die Yates-Brüder Adam (UAE Team Emirates) und Simon (Jayco – AlUla) dahinter. Ein solides Polster, auch, wenn noch nicht mal ganz die Hälfte der Tour absolviert ist und die schweren Alpen-Etappen sowie der Abschluss in den Vogesen noch bevorsteht.
Oder gerade, weil das so ist. Denn Hindley wird nicht müde, zu sagen, dass ihm die dritte Woche der Rundfahrt am besten liegt, er hintenraus seine Stärken hat. Vor allem im Vergleich zur Konkurrenz. Und deshalb “bin ich recht happy damit, wie es bisher gelaufen ist“, sagte der Bora-Kapitän am Ruhetag in der digitalen Pressekonferenz, die sein Team organisiert hat. “Es ist meine erste Tour und ich wusste nicht, was mich erwartet. Jetzt schon eine Etappe gewonnen zu haben und das Gelbe Trikot getragen zu haben, ist ziemlich unglaublich.“
Der kleine Zeitverlust am Puy de Dome auf Rodriguez und die Yates-Brüder auf der letzten Etappe vor dem Ruhetag beunruhigt Boras GC-Hoffnung genauso wenig wie das Team selbst. “Ich bin nicht allzu besorgt. Ich genieße das Rennen.“ Vor allem dann, wenn es so läuft wie auf dem Weg nach Laruns, als er die 5. Etappe aus einer Spitzengruppe heraus für sich entschied. Doch der 27-Jährige weiß selbst, dass es wohl kaum noch einmal dazu kommen wird: "Ich würde sicher die Chance auf noch eine Gruppe nutzen, wenn sie sich bietet. Aber ich denke, als Gesamtdritter habe ich nicht viel Freiheit und das dürfte sehr hart werden."
Völlig entspannt, ließ sich Hindley während der Runde sogar dazu hinreißen, ein bisschen Wunschkonzert zu spielen und die Frage nach einem Helfer seiner Wahl zu beantworten. “Wenn ich mir einen aussuchen könnte, vielleicht Wilco Kelderman.“ Von ungefähr kommt das nicht. Der Niederländer fährt seit diesem Jahr für Jumbo-Visma, war aber 2022 noch an Hindleys Seite, als er den Giro d'Italia gewann. “Aber auch Dylan van Baarle ist superstark, auch im Flachen."
Mit Emanuel Buchmann, der aktuell an Hindleys Seite fährt, kann der Australier aber ebenfalls zufrieden sein. Genauso, wie es der Deutsche mit seiner Helferrolle ist. “Jai ist der stärkere Fahrer“, sagte der Ravensburger in seiner eigenen Medienrunde klipp und klar. “Wäre ich stärker, wäre es auch eine komische Situation, wenn er für mich fahren würde.“ Die eigene Rechnung hat Buchmann derweil abgehakt. Er fahre nicht um den zehnten Platz, so der Deutsche Meister. “Da helfe ich lieber Jai.“
Zumindest, wenn es ums Gesamtklassement geht. Die Hoffnung auf freie Fahrt bei einer Etappe hat er noch nicht ganz ad acta gelegt. “Vielleicht ergibt sich ja nochmal eine Gelegenheit wie auf der 5. Etappe. Und dann gönnt sich Buchmann vielleicht auch wieder ein Eis. Ohne dabei schlecht zu schlafen, wie er sagte. Als der Tour-Vierte von 2019 damals ums Podium kämpfte, lobte ihn sein Teamchef Ralph Denk, stellte dessen Disziplin heraus und sprach von schlaflosen Nächten, sollte er sich mal an einer Kaltspeise vergreifen. “Eis esse ich sehr gerne, da kennt mich der Ralph aber nicht so gut“, sagte Buchmann gewohnt nüchtern. “Ich hätte sonst viele schlaflose Nächte, wenn es so wäre.“
Einen Ausblick nach vorne wagten Hindley und Buchmann am Ruhetag dann auch noch. Der Deutsche geht davon aus, dass eine Vorentscheidung bereits in den Alpen fallen wird, auch wenn am vorletzten Tag noch die schwierige Etappe durch die Vogesen nach Le Markstein ansteht. Hindley sieht das ähnlich, stellt aber vor allem das Zeitfahren auf der 16. Etappe und das darauf folgende Teilstück nach Courchevel heraus. “Das ist vielleicht das härteste Finish hier, ein Monster-Tag, auch weil wir im Hochgebirge sind. Da kann man viel Zeit verlieren."
(rsn) - Die Tour de France ist die wichtigste Rundfahrt im internationalen Radsportkalender. Vor der am 29. Juni im italienischen Florenz beginnenden 111. Ausgabe liefern wir einen Überblick über d
(rsn) – Die französische WorldTour-Mannschaft Cofidis präsentierte am Dienstag die ersten sechs Fahrer ihres Tour-de-France-Kaders in einer Presseaussendung und verkündete dabei auch, dass Simon
(rsn) – Primoz Roglic macht Bora – hansgrohe besser. Das lässt sich schon sagen, bevor der Slowene überhaupt ein einziges Rennen gefahren ist. Während sich das erst Anfang März ändern und Rog
(rsn) – Der letzte Tour-de-France-Sieg liegt schon vier Jahre zurück und vor allem daran lässt sich ablesen, dass Ineos Grenadiers längst nicht mehr das beste Grand-Tour-Team der Welt ist. Dennoc
(rsn) – Als am Col d‘Aspin auf der 7. Etappe der Tour de France Femmes die beiden Favoritinnen Demi Vollering (SD Worx) und Annemiek Van Vleuten (Movistar) erstmals in die Offensive gingen, konnte
(rsn) – Der Kampf um den Gesamtsieg bei der Tour de France Femmes, er war bislang einer um Sekunden. Lediglich deren acht hatte Demi Vollering (SD Worx) an den ersten vier Tagen mit großem Aufwand
(rsn) – Am Sonntag erwartete Simon Geschke (Cofidis) seine Teamkollegen in Paris zum großen Finale der 110. Tour de France, die er auf der 18. Etappe aufgrund heftiger Magenprobleme verlassen musst
(rsn) – Der Sieger der Tour de France, der Däne Jonas Vingegaard (Jumbo – Visma), wurde am Mittwochnachmittag in Kopenhagen von mehreren 10000 Menschen empfangen. Eine große Menge versammelte si
(rsn) - Für einen Moment war die Hoffnung wieder da. Die Hoffnung darauf, einen Emanuel Buchmann zu sehen, wie er sich im Juli 2019 bei der Tour de France präsentiert und dabei einen sensationellen
(rsn) – Auch wenn ab August wieder Wechsel verkündet werden dürfen: Bora – hansgrohe und Felix Gall (AG2R - Citroën) werden nicht in einem Satz auftauchen. Nach der starken Vorstellung des Öst
(rsn) – Wie im Vorjahr kein Etappensieg und kein Fahrer in den vordersten Regionen des Klassements: Die Bilanz der nur sieben deutschen Starter bei der 110. Tour de France liest sich auf den ersten
(rsn) – Drei hart umkämpfte Wochen, 21 Etappen und insgesamt 3405 Kilometer liegen hinter den Teilnehmern der diesjährigen Tour de France. Radsport-news.com blickt auf die 110. Frankreich-Rundfah
(rsn) - Die Flandern-Rundfahrt bildet für Radsport-Fans gemeinsam mit Paris-Roubaix das Highlight der Klassikerwochen eines jeden Frühjahrs. Das belgische Monument, am 25. Mai 1913 erstmals ausgetra
(rsn) - Diese Szene gefiel Kasia Niewiadoma (Canyon – SRAM – zondacrypto) beim gestrigen Dwars door Vlaanderen (1.Pro) überhaupt nicht: Als Elisa Longo Borghini (UAE - ADQ) zu ihrem letztendlich
(rsn) - In unserem ständig aktualisierten Transferticker informieren wir Sie regelmäßig über Personalien aus der Welt des Radsports. Ob es sich um Teamwechsel, Vertragsverlängerungen oder Rücktr
(rsn) – Mit der Flandern-Rundfahrt (1.UWT) steht am Sonntag der Höhepunkt der flämischen Klassikerwochen an. Die 109. Ausgabe der “Ronde“ führt über 269 Kilometer Wochenende von Brügge nach
(rsn) – Ein paar Änderungen an der Strecke gibt es immer. Da macht auch die Flandern-Rundfahrt 2025 keine Ausnahme. Doch neben dem jährlichen Wechsel zwischen den Startorten Antwerpen und Brügge,
(rsn) - Remco Evenepoel (Soudal – Quick) wird am Start der diesjährigen Tour de Romandie stehen, wie die Organisatoren der am 29. April mit einem Prolog in Saint-Imier beginnenden Schweizer WorldTo
(rsn) – Wenn es am kommenden Sonntag bei der 22. Flandern-Rundfahrt der Frauen (1.WWT) auf der Zielgerade in Oudenaarde zum finalen Sprint einer kleineren Gruppe kommen sollte, könnte Marianne Vos
(rsn) - Nach ihrem ersten Rennblock, der mit Rang 37 bei der Trofeo Alfredo Binda (1.WWT) endete, nahm sich Antonia Niedermaier die Zeit, um mit RSN über ihren Saisoneinstieg, ihre veränderte Rolle
(rsn) - Alberto Bettiol (XDS – Astana) wird am Sonntag nicht zur Flandern-Rundfahrt antreten können. Wie der Italienische Meister auf der Website seines Teams erklärte, habe er sich eine Lungenent
(rsn) – Zum mittlerweile 22. Mal steht die Flandern-Rundfahrt der Frauen (1.WWT) im Programm. Rund um Oudenaarde müssen die Fahrerinnen aus 24 Teams insgesamt 168,9 Kilometer absolvieren, wobei zwÃ
(rsn) – Die Flandern-Rundfahrt der Frauen ist das älteste durchgängig ausgetragene unter den Monumenten im Frauen-Kalender – und nach der Trofeo Alfredo Binda sowie dem Flèche Wallonne und dem
(rsn) - Elisa Longo Borghini (UAE Team ADQ) ist bereit für die Titelverteidigung bei der am Sonntag anstehenden Flandern-Rundfahrt. Das bewies die Italienische Meisterin eindrucksvoll bei der 13. Aus