Starkes Aufgebot um Vlasov, Lipowitz und Adria

Red Bull bei Il Lombardia auch ohne Roglic mit Optionen

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Florian Lipowitz (Red Bull - Bora - hansgrohe) | Foto: Cor Vos

11.10.2024  |  (rsn) – Auch in Abwesenheit des Vorjahresdritten Primoz Roglic, der kurzfristig absagte und seine Saison bereits beendet hat, wird Red Bull – Bora – hansgrohe ein starkes Team an den Start des 108. Il Lombardia schicken. Angeführt wird das siebenköpfige Aufgebot von Alexander Vlasov, Dritter der Ausgabe von 2020 sowie Vierter des Vorjahres, und Florian Lipowitz, der genau wie Roger Adria sein Debüt beim italienischen Herbstklassiker geben wird.

Sowohl der 24-jährige Deutsche als auch der zwei Jahre ältere Spanier, präsentieren sich zum Saisonende in starker Verfassung. Lipowitz war beim Giro dell’Emilia der erste Verfolger von Weltmeister Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) und wurde erst kurz vor dem Ziel von der Verfolgergruppe gestellt, um schließlich Platz 20 zu belegen. Teamkollege Adria sorgte als Sechster an der Basilika von San Luca für das beste Ergebnis eines Red-Bull-Fahrers. Im August hatte er bereits den GP de Wallonie gewonnen, bei der Coppa Bernocchi verpasste er zuletzt als Dritter nur knapp einen weiteren Sieg.

Neben Adria, Vlasov und dem Giro-Zweiten Daniel Martinez gehörte auch Lipowitz bei der Vuelta a Espana zur Helferriege von Roglic, der sich souverän seinen vierten Gesamtsieg sicherte. Obwohl er sich bei seinem Debüt in den Dienst seines Kapitäns stellte, reichte es für den jungen Deutschen zum siebten Gesamtrang, den er mit seinem starken Auftritt beim Giro dell‘Emilia bestätigte.

Solide Leistungen erbrachte im Herbst Jai Hindley, auch wenn dem Giro-Sieger von 2022 ein Spitzenergebnis fehlte. Der Australier steht wie auch wie Sergio Higuita, der 2022 als Vierter nur knapp das Podium verpasste, vor seiner fünften Lombardia-Teilnahme. Gleiches gilt für den Luxemburger Bob Jungels, der genau wie Higuita Red Bull am Saisonende verlassen und wie der Kolumbianer auch in Italien seine Abschiedsvorstellung geben wird.

Top-Favorit beim fünften und letzten Monument des Jahres, das über schwere 252 Kilometer von Bergamo nach Como führt, ist Titelverteidiger Pogacar, der seinen vierten Sieg in Folge anpeilt. Hinter dem Slowenen ist der Kampf um das Podium offen, neben Doppel-Olympiasieger Remco Evenepoel (Soudal – Quick-Step) und Enric Mas (Movistar) darf sich auch Vlasov Chancen ausrechnen, seine Teamkollegen Adria und Lipowitz könnten für Überraschungen sorgen.

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